Vom Abiball zum Uniball
Für die meisten Frauen ist der erste Anlass ein Abendkleid oder sogar eine mass-angefertigte Bluse zu kaufen der Abiball. Nach 12 oder 13 Jahren auf der Schulbank möchte man sich halt feiern und feiern lassen. Schließlich hält nicht jeder so lange durch. Immerhin machen in Deutschland nur etwas 40% eines Jahrgang diesen Abschluss.
Planung ist die halbe Miete
Also wird bereits im Winter vor dem Abschluss angefangen, nach einem passendem Kleid zu suchen. Doch wie viel soll man ausgeben, für ein Kleid, das man wahrscheinlich nur ein Mal trägt? Es kommt darauf an. Geht man nach dem Abitur an eine Universität, kann man das Kleid ja doch noch mal gebrauchen. Nämlich für den Uniball. Es geht zwar nur knapp jeder 40. Deutsche studieren, jedoch lassen sich einige Universitäten davon nicht abhalten. So gibt es z. B. an der kleinen Universität Viadrina jedes Jahr einen Uniball für die Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiter und Studenten. Die Studentenschaft ist zwar mit 5.000 Männer und Frauen nicht groß, die Karten sind trotzdem immer schnell vergriffen. Im Moment ist es an vielen deutschen Universitäten noch nicht üblich einen Abiball zu veranstalten, dabei macht es allen Spaß sich einmal im Jahr richtig aufzubrezeln und zu tanzen.
Zeigt her eure Kleider
Die Geschmäcker für Kleider sind dabei ziemlich verschieden. Die fröhlichen Kulturwissenschaftlerinnen bevorzugen bunte Kleider in frechen Schnitten, auch der ein oder andere Klassiker mit Petticoat wird da gesehen. Die Geisteswissenschaftlerinnen, Juristinnen und Betriebswirtschaftlerinnen gehen das Ganze etwas förmlicher an und bevorzugen häufig das kleine Schwarze und lange Kleider, die glatt fallen. Interessant ist es, etwas über die Geschmäcker der weiblichen Professoren zu erfahren, die sich zwar in der Vorlesung gern einmal streng geben, dann jedoch in gepunkteten lustigen Kleidern über die Tanzfläche schweben.