Modesünden - sie kommen wieder
Es gibt nichts, was nicht schon mal da war. Zumindest was den Bereich der Mode betrifft. Egal ob Schlag - oder Karottenhosen, Hotpants, Minis, Wickelröcke, High Heels...die Liste ließe sich unendlich weit fortführen. Die Mode aus den 70ern wurde zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder ganz groß. Plötzlich sah man überall nur noch Schlaghosen, bauchfreie Oberteile und die unmöglichsten Farbkombinationen. Flower Power in abgeschwächter Form schien wiederauferstanden.
Der heutige Trend erinnert hingegen sehr an so manche Modesünde, die schon in den 80ern begangen wurde. Buntfaltenhosen mit eng zulaufendem Bein, Leggins mit langen Oberteilen, bei denen man sich nicht ganz sicher sein kann, ob ihre Insassin den dazugehörenden Rock einfach vergessen hat oder ob es sich eher um eine Art breiten Gürtel ohne Unterteil handeln soll, was die "modebewusste" Frau da so schamlos zur Schau trägt. Außerdem werden gerne auch wieder die sogenannten "Hochwasserhosen"getragen, die man als Kind schon verabscheute und trotzdem von den Eltern immer wieder untergejubelt bekam. Nun verfolgen sie in Kombination mit Halbschuhen zum Schnüren (auch für den Mann!) wieder einen aktuellen Modetrend.
Gerade im Großraum Berlin tummeln sich die buntesten Gestalten - immer auf der Suche nach der Szene und dem dazugehörigen Outfit, das unhinterfragt kopiert wird. Man will ja schließlich dazugehören.
Vorallem die Männer scheinen aktuell einem Trend unterlegen, der sehr androgyne Merkmale aufweist, zumindest, was den Kleidungsstil betrifft. Knöchelhohe Schnürschuhe, enge und zu kurze Hosen, so dass immer ein kleines Stück des Sockens sichtbar bleibt, darüber ein legeres Jackett in Kombination mit einem voluminösen Schal, bestimmen das Bild der Berliner Szene.
Accessoires, wie eine stylische große Brille mit schwarzen Rändern und der passenden Frisur dürfen natürlich nicht fehlen, um das Bild abzurunden.
Was bleibt da mehr zu sagen, als: Jedem das Seine.